Rückkehr in die Heimat - Ein Traum wird wahr!

Als 1995 die letzten 2 Familien Kafro verlassen mussten, war das Dorf Kafro im Turabdin seinem tragischen Schicksal ausgesetzt. Im Spannungsfeld des Bürgerkriegs in der Südost-Türkei musste Kafro, wie auch viele andere christliche Dörfer im Tur Abdin grosse Zerstörung erleiden. Der grösste Teil des Gebiets wurde vom Militär zur Sperrzone erklärt. Ein Zurück in die Heimat war kaum noch möglich. Die Aussicht auf ein Leben in der eigenen Heimat verblasste allmählich und verlor an Realität.

Der Traum, die Hoffnung und der Wille, in die eigene Heimat zurückzukehren, leben unangetastet in den Herzen der ausgewanderten Menschen weiter. In eigener Initiative schliessen sich mehrere Familien zusammen, um den Weg in die Heimat zu betreten. In diesem Sinne und zu diesem Zweck wurde der Entwicklungsverein Kafro am 5. Januar 2002 gegründet.

Am 1. September 2006 fand die Einweihungszeremonie für die Wiederbesiedlung des Dorfes Kafro statt. Bis heute (Oktober 2010) sind Insgesamt 12 christliche Familien, total 40 Personen aus Deutschland, Schweden und der Schweiz nach Jahrzehnten in ihr verwaistes Dorf im Anatolischen Hinterland zurückgekehrt.

Der Entwicklungsverein bemüht sich nun nach erfolgter Instandsetzung der Infrastruktur, den rückkehrenden Familien eine gute Integrationsgrundlage und Erwerbsmöglichkeiten im neuen sozialen Umfeld zu schaffen und den Kindern und Jugendlichen schulische und berufliche Perspektiven zu verschaffen.




Kultur kennt keine Grenzen

23.01.12

Ein christliches Dorf in Südostanatolien entwickelt sich

Bericht von Marianne Brückl - hier in PDF!